21.04.2010

VOR 65 JAHREN Die Russen kommen Historie Das Tagebuch von Hermann Braeckel (Teil 2)

Hermann Braeckel aus Birkenwerder hat die letzten Kriegstage 1945 dokumentiert. Sein Sohn Georg Braeckel stellte die Tagebuchnotizen der MAZ zur Verfügung.

Sonnabend, 21. April 1945. Weil es uns wirklich schwerfiel, auf die von Bekannten versprochenen Lebensmittel zu verzichten, wollte ich vormittags den Dienst etwas früher beenden und anschließend nach Zehlendorf fahren. Im Heinkelwerk jedoch ging heute wohl kaum jemand seiner regulären Arbeit nach. Überall wurde rege debattiert und beratschlagt. Den Anlass dazu boten immer wieder sich neu verbreitende Gerüchte. Nach diesen sollten die Russen schon Bernau, Schönholz und Weißensee beschießen, Wensickendorf und Zehlendorf sollten geräumt werden und vieles andere mehr. Was daran war, was aufgebauscht oder gänzlich erfunden war, ließ sich nicht übersehen, eines jedoch stand für mich fest, die Fahrt nach Zehlendorf barg, wenn ein Durchkommen überhaupt möglich war, ein gewagtes Risiko in sich. Waren die Lebensmittel, wenn sie unter diesen Umständen überhaupt noch erreichbar waren, einer ungeahnten Gefahr wert? Zu Hause brauchte man mich in den zu erwartenden Schwierigkeiten. Ich gab also die Fahrt auf, zumal obendrein kaltes Regenwetter diesen Entschluss begünstigte.

Zu Haus machte ich mir allerdings doch wieder Vorwürfe, die Fahrt nicht gewagt zu haben. Schrank und Schubladen bargen nur noch Reste, und abgesehen von dem eigenen Hunger litten vor allem die Kinder Not, und das tut weh. Nicht einmal Brot, das uns nach Marken zustand, war im Dorf aufzutreiben. Der immer noch nicht enden wollende Flüchtlingsstrom drängte in die Läden, um aufzukaufen, was noch vorhanden war. In solchen Situationen denkt eben jeder an sich und die Seinen. Wer aber will abwägen, was zu Recht geschieht und wer am bedürftigsten ist?

Noch einmal erwog ich, ob ich denn doch noch am Sonntag die Fahrt nach Zehlendorf unternehmen sollte. Doch die nun schon glaubwürdigen Gerüchte besagten, dass die Straßen von Flüchtlingen verstopft und die Straßensperren vom Volkssturm besetzt sind, also kein Vorwärtskommen möglich sei. Zudem war schon Kanonendonner zu hören, ein Zeichen dafür, dass die Front immer näher rückte. Man wusste auch halbwegs sicher, dass der Russe den Widerstand in Berlin durch Umgehung der Stadt leichter und schneller brechen wolle, und zu dieser Umgehungslinie gehörte ja auch Birkenwerder.

Darum machte ich mich, wie es viele andere bereits auch taten, dabei, unseren Keller zu einem regelrechten Frontbunker herzurichten. Unsere Kinder halfen mir, Betten im Keller aufzustellen, einen kleinen Kanonenofen aufzubauen, Brennmaterial und was sonst noch benötigt wurde, soweit es vorhanden war, im Keller unterzubringen. Das geschah in der Annahme, dass Artilleriebeschuss zu erwarten sei, der ja einen weit längeren Aufenthalt im Keller bedingt als ein Fliegerangriff. Seit Freitag hatten wir kein elektrisches Licht mehr, infolgedessen auch kein Radio. So blieb uns durch diesen Umstand jede weitere Orientierung versagt, wir tappten also so und so im Dunklen. Margaretchen hatte in Erfahrung gebracht, dass es am Sonntag früh bei dem Bäcker Wenzel Brot geben würde. Um mit zu den Ersten zu gehören, wollte sie mit ihrer Schulfreundin Ruth schon ganz früh losgehen.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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07.04.2010

Das Methusalem-Projekt Naturschutz Revierförster Martin Krummel hat bereits mehr als 500 Baumriesen markiert

Rund 2500 Hektar Wald gehören zum Revier von Martin Krummel. Es reicht von Wensickendorf bis nach Lehnitz. 80 Prozent seiner Bäume sind Kiefern. 554 Baumriesen hat der Revierförster bisher dem Methusalem-Projekt gewidmet.

Von Heike Bergt 


Eine Säge haben sie nie wieder zu fürchten: die Auserwählten des Methusalem-Projektes. 554 Baumriesen – Eichen, Buchen und Kiefern – hat Martin Krummel in seinem Revier bereits markiert. Sie sollen wachsen, ihr natürliches Alter erreichen und auch nach dem Absterben an Ort und Stelle zerfallen.

Vor sechs Jahren startete das Brandenburger Landwirtschaftsministerium sein Methusalem-Projekt. Martin Krummel unterstützt es: „Der Wald hat vor allem eine wirtschaftliche Aufgabe. Die Holzgewinnung. Da hängen auch viele Arbeitsplätze dran.“ Doch als Förster sei er natürlich ebenso für den Naturschutz zuständig. Krummels Revier erstreckt sich über 2500 Hektar Forst, 1000 davon sind Landeswald, 600 Hektar Privatwald, der Rest Bundesforst auf dem Areal der ehemaligen Lehnitzer Kaserne.

In seinem Revier begutachtete Martin Krummel regelmäßig die Bestände. 80 Prozent Kiefern, meist um die 60 Jahre alt. Jedes Jahr nimmt er ein Fünftel seines Forstreviers in Augenschein. Legt fest, welche Bäume aus Pflegegründen gefällt werden, weil sie Nachbarn bei der Entwicklung hindern. Er entscheidet, wann ein Areal „erntereif“ ist. Anschließend geht er erneut durch und wählt die Methusalem-Kandidaten aus.

Nadelbaumanwärter, die in engere Wahl kommen wollen, müssen mindestens 80 Jahre in den Himmel wachsen, Laubbäume 100. „Sie müssen nicht die beste Qualität haben, weil sie der Holzwirtschaft verlorengehen. Aber sie sollten markant sein und bereits Nisthöhlen haben“, so Krummel. Denn Ziel des Methusalem-Projektes ist es, auf Holzerlöse zu verzichten und das zugunsten der heimischen Artenvielfalt und der Stabilität der grünen Lunge. „Sie dienen Insekten und Höhlenbrütern als Lebensraum.“ So wie die 400 Jahre alte, Ehrfurcht einflößende knorrige Eiche in Lehnitz am alten Ferienlager. Als Martin Krummel 1997 hier anfing, war sie noch belaubt. Der Schwamm hat ihr den Garaus gemacht. Trotzdem könne die Eiche noch einmal vier Jahrhunderte als Nistquartier dienen.

Künftig will Förster Krummel weitere 200 bis 300 Bäume in seinem Revier, das zur Oberförsterei Liebenwalde gehört, für das Methusalem-Projekt auswählen.

Zu erkennen sind sie Geadelten an der kleinen Plakette und dem gelben Farbring.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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06.04.2010

Osterburgs Ostergeschichten Familiensonntag In Wensickendorf ging es märchenhaft zu

Österliche Kurzweil beim Familiensonntag im Landhotel. Klaus- Dieter Osterburg erzählte Hasengeschichten.

Von Liane Protzmann

Hinter grünen Büschen, in Mauernischen und sogar in einem ausgedienten alten Dreschgerät lugten bunte Osterhasen in Silberpapier hervor. Das Landhotel Classic in Wensickendorf hatte zum Osterfest am Sonntag für die ganze Familie eingeladen, das Personal einen großen Korb voller Süßigkeiten versteckt. Und alle Kinder durften nach Herzenslust im Innenhof auf Suche gehen.

Auch echte Schnupperhasen hoppelten im Hof herum. Mitgebracht hatte die Langohren der Rassekaninchen-Zuchtverein Wensickendorf. Eine Märzhäsin der Rasse Helle Großsilber, Jahrgang 2009, mit ihren drei schwarzen Jungtieren zog die Gasthausbesucher besonders in ihren Bann. Wieso sind die Kleinen schwarz, wenn die Mama grausilbrig ist? „Die sieben Wochen alten Jungtiere bekommen später auch noch ein silbriges Fell“, musste Vereinsvorsitzender Manfred Mehlig immer wieder erklären.

Drinnen im Restaurant führte Märchenerzähler Klaus-Dieter Osterburg das Wort. Während die Gäste auf ihr bestelltes Ostermahl warteten, verkürzte er ihnen die Zeit. Er ging von Tisch zu Tisch, erzählte kurze Frühlingsgeschichten und Hasenstorys in sonorem Ton, und gern applaudierten die Gäste dem großen Mann mit dem schwarzen Hut und den verwegenen Bändern für diese Kurzweil.

Die beiden Brüder Marlon (4) und Pascal (8) aus Schildow waren die Ersten, die auf Ostereiersuche gingen. Rasch hatten sie die Verstecke entdeckt. Die Familie Wende mit den beiden Jungs und deren Großeltern hatte rechtzeitig im Landhotel einen Tisch für den Ostersonntag bestellt und freute sich auf die spezielle Osterkarte mit Leckereien vom Kräuterrührei bis zum Braten vom Osterlamm.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Tag. Unsere Tische waren alle ausgebucht, und die Küche hatte voll zu tun“, sah Marion Krüger, Marketingchefin des Landhotels Classic, den Ostersonntag. Zum dritten Mal habe man ihn in dieser Art durchgeführt. Allerdings gab es auch für Marion Krüger eine Überraschung. „Es waren leider nur wenige Kinder da. Im letzten Jahr sind weitaus mehr Familien mit Nachwuchs hier gewesen“, hatte sie beobachtet. „Na gut“, meinte sie, dann können wir Ostermontag nochmal was verstecken.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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25.03.2010

Ziel: Den Bahnhof retten Umbau Günter Müller wünscht ein Museum für Wieland Förster

Günter Müller, Mitglied der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Heidekrautbahn (KAG), kämpft seit Jahren um die Erhaltung des historischen Wensickendorfer Bahnhofsgebäudes. Das ist seit langem dem Verfall preisgegeben und in einem beklagenswerten Zustand. Nun hatte er eine neue Idee zur Erhaltung und Nutzung des Gebäudes.

Angeregt durch die öffentlichen Ehrungen, die der ortsansässige Bildhauer und Schriftsteller Wieland Förster anlässlich seines 80. Geburtstages erfuhr, wandte sich Günter Müller an den Oranienburger Bürgermeister: ob es nicht möglich wäre, das alte Bahnhofsgebäude in ein Wieland-Förster-Museum umzuwandeln und es damit zu retten und dem Ort zu erhalten.

Der Bürgermeister habe sich verständnisvoll geäußert, informierte Günter Müller auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Auch Ortsvorsteher Eberhard Schmidt fand die Idee für Wensickendorf attraktiv. Allerdings wurde Günter Müller an die Kosten erinnert, die solch ein Vorhaben nach sich ziehen würde. Nicht nur im Hinblick auf die Instandsetzung des Gebäudes, sondern später durch die Betriebs-, vor allem durch die Versicherungskosten für die wertvolle Exponatensammlung von Wieland Förster.

Auch mit dem Künstler selbst habe man bereits Kontakt aufgenommen und über die Idee gesprochen, informierte der Ortsvorsteher. Förster sehe sich für ein solches Vorhaben kräftemäßig nicht mehr in der Lage. Außerdem habe er die körperlich schwere Bildhauerarbeit inzwischen völlig gegen die des Schriftstellers vertauscht.

In Zusammenhang mit seiner Mitgliedschaft in der KAG informierte Müller die Mitglieder des Ortsbeirates über den Stand der Umwandlung der AG in einen Verein „Region Heidekrautbahn“. Er habe sich inzwischen das Vereinsstatut angesehen, durchgearbeitet und eine Stellungnahme dazu abgegeben. Das Statut sei völlig undurchschaubar und mit dem von ihm zu Hilfe genommenen Musterstatut nicht vereinbar. Auch inhaltlich hätte er Änderungen vorgeschlagen, die zum Beispiel die Teilnahme bei Beschlussfassungen oder Änderungssatzungen betreffen. Unakzeptabel wäre für ihn auch das Abstimmungskriterium, bei dem Oranienburg mit drei anteiligen Ortsteilen nur zwei Stimmen erhalten soll. Diese Frage wolle auch der Bürgermeister noch einmal überprüfen lassen.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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20.03.2010

LEBENSMITTEL Mobiles Angebot im Ortsteil

 
Das Lebensmittelangebot in Wensickendorf soll sich verbessern. Ab Freitag, 9. April, wird auf dem Parkplatz in der Dorfmitte ein Verkaufsmobil einer Landfleischerei frisches Fleisch und frische Wurst anbieten. Der Wagen steht für alle sichtbar unmittelbar neben der Kirche, und der Verkauf erfolgt in der Zeit von 16.30 bis 17.30 Uhr. „Genau richtig für den Wochenendeinkauf“, meint Ortsvorsteher Eberhard Schmidt. Die Buswendeschleife sei im Übrigen nicht betroffen und der Standort so gewählt, dass das Verkaufsfahrzeug vom Gehweg aus zu erreichen wäre.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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20.03.2010

Wieder Leben im Jugendraum Ortsbeirat Koordinatorin und Betreuerin stellten sich in Wensickendorf vor

Mit dem Jugendklub geht es in Wensickendorf nach eineinhalbjähriger Ruhezeit wieder aufwärts. Darüber zu berichten, hatte Ortsvorsteher Eberhard Schmidt die verantwortliche Koordinatorin Christina Noack vom Verein Berlin-Brandenburgische Jugend am Donnerstagabend zur Ortsbeiratssitzung eingeladen. Mitgebracht hatte sie die nunmehr für Wensickendorf zuständige Marion Klosa, die seit Januar wieder für regelmäßige Betreuung sorgt.

 
Daran hatte es in der Vergangenheit gemangelt, sodass der Jugendraum nur sporadisch geöffnet war und die Beteiligung von Seiten der Jugendlichen in einem Alter zwischen etwa sechs und 13 bis 14 Jahre mehr und mehr zurückging. Schließlich kamen nur noch zwei oder drei Kinder, um die Einrichtung zu nutzen. Inzwischen hat sich die Situation dahingehend geändert, dass die durch die Kommunal-Kombi (Koko) finanzierten Maßnahmen für die Oranienburger Ortsteile fünf Stellen für die Jugendbetreuung geschaffen haben, und zwar für die Dauer von drei Jahren. Für die Stellen bewerben konnte sich, wer zuvor mindestens ein Jahr arbeitslos war.

Zu den in Wensickendorf vorhandenen Beschäftigungsmöglichkeiten im Jugendraum wie Tischtennis, Billard, PC-Ausstattung, die auch für die Schulaufgaben genutzt werden kann, bietet die Betreuerin auch überörtliche Veranstaltungen, zum Beispiel mit den Schmachtenhagener und Zehlendorfer Gruppen, an. Das schließt gemeinsame Fahrten ein, zum Beispiel zum Hochseilgarten oder anderen Zielen, die preisgünstig organisiert und angeboten werden. Auch eine 48-Stunden-Aktion kündigte Noack für den 16./17. April dieses Jahres an. An dem Wochenende werden Germendorfer, Zehlendorfer und WENSICKENDORFer Jugendliche den Ort und ihre Jugendräume verschönern und am Beginn und Abschluss eine gemeinsame Grillparty feiern.

Christina Noack konnte bereits über erste Erfolge berichten, die sich inzwischen in einer kontinuierlichen Beteiligung von täglich etwa acht jugendlichen Klubbesuchern in Wensickendorf niederschlägt.

Man habe mit Marion Klosa bereits gute Erfahrungen gemacht, bestätigte Christina Noack im Gespräch mit der MAZ. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn die Jugendkoordinatorin der neuen Wensickendorfer Jugendbetreuerin auf der Ortsbeiratssitzung die Gelegenheit gegeben hätte, sich selbst vorzustellen.

Info Öffnungszeiten des Wensickendorfer Jugendraumes: Dienstag, Mittwoch, Freitag, Sonnabend: 14 bis 20 Uhr, Donnerstag: 14 bis 18 Uhr.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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08.02.2010

Modenschau in Weiß und Schwarz HEIRATEN In WENSICKENDORF konnten sich Paare für die perfekte Traumhochzeit beraten lassen

Das richtige Kleid, die perfekte Torte oder die passende Dekoration. Auf der Hochzeitsmesse in WENSICKENDORF konnten heiratswillige einen Blick auf das riesige Angebot von 19 Firmen werfen.

Von Max Zimmermann 

Steht das mir, sitzt es richtig oder wirke ich darin blass? Dutzende Fragen hatten heiratswillige Frauen gestern im WENSICKENDORFER „Landhotel Classic“. Denn auf der siebenten Hochzeitsmesse „Romantica“ stand wieder Brautmode im Mittelpunkt.

Direkt im Landhotel konnten Smokings angepasst werden oder Kleider Probe getragen werden. Und das meist in Schwarz oder Weiß. An diesen Standardfarben kommt eigentlich keiner vorbei, erklärte Bernd Schmidt von Brautmoden Schmidt aus Schönwalde. Bei den Herren sei aber auch braun oder gestreift beliebt. Auf der Modenschau von Schmidts überwogen später aber standardmäßig die Farben Schwarz und Weiß. Nur vereinzelt zeigten die Models den Gästen auch rote und blaue Kleider. Mehr als 350 Besucher waren gekommen, um sich für den schönsten Tag im Leben vorzubereiten. Neben den Hochzeitskleidern begutachteten die Heiratswilligen auch die aufwändigen Tortenkreationen von der Bäckerei Langhoff. Neben einer viergeschossigen Sahnetorte war eine leckere Herztorte aus Erdbeeren zu sehen. „Die Geschmäcker sind sehr verschieden“, erklärte Elke Langhoff. Als Füllungen biete man so auch dutzende Geschmacksrichtungen an. „Der Renner sind fruchtige Sahnefüllungen oder Mozartkrem aus Marzipan und Nougat“, erklärte Langhoff.

Die Torten lobte auch der Schwantener Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz. Er war mit Tochter Anika gekommen, die im September heiraten möchte. Sie probierte gestern bereits einige Hochzeitskleider an. Doch das richtige fand sich darunter noch nicht: „Es sind viele schöne dabei, aber ich konnte mich noch nicht entscheiden.“


Das Angebot war riesig. Neben Torten- und Kleideranbietern präsentierten sich noch 17 weitere Aussteller. Eine von ihnen war Viola Alten aus Hohen Neuendorf. Sie gestaltet Hochzeiten mit Hilfe von Ballons oder verpackt Geschenke für 14 Euro unter einer dünnen Plastikhaut. „So lassen sich Geldgeschenke individuell verpacken“, erklärte sie. Um das passende Gefährt für die Hochzeit kümmert sich dagegen Rebecca Ruschin aus Berlin. Sie präsentierte in WENSICKENDORF ihren Autoverleih, bei dem Paare schicke Opel-Oldtimer ausleihen können. 

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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27.01.2010

Ab April mobiler Markt Ortsteil Bessere Einkaufsmöglichkeiten

Mit Blick auf die Lebensqualität, sagte Eveline Ziesmer auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung, sollte es doch möglich sein, dass in WENSICKENDORF, wie in anderen Ortschaften auch, einmal in der Woche ein Lebensmittelmobil seine Waren anbietet. Ältere und Menschen ohne Auto hätten so die Gelegenheit, sich ihre Lebensmittel ohne fremde Einkaufshilfe selbst auszusuchen, erklärte die Einwohnerin. Diese Möglichkeit, so Ortsvorsteher Eberhard Schmidt, sei bereits in die Wege geleitet. Ab April 2010 werde ein Händler aus Zehdenick mit einem Fleisch- und Wurstsortiment für etwa eine Stunde auf dem Parkplatz in WENSICKENDORF halten.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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26.01.2010

Rätsel um sechs vermisste Briten Historie Oranienburger AG recherchierte zum Schicksal einer bei WENSICKENDORF abgestürzten Bomberbesatzung

Die Oranienburger Arbeitsgemeinschaft Fliegerschicksale hat zum Verbleib einer englischen Bomberbesatzung recherchiert, die 1944 bei WENSICKENDORF abgestürzt war.

Von Rüdiger Kaddatz 

Es ist die Nacht vom 20. zum 21. Januar 1944. Schon kurz vor 15 Uhr heben die ersten Bomber der insgesamt 769 Flugzeuge umfassenden Bomberstreitmacht auf der britischen Insel ab. 495 Lancaster und 264 Halifax haben den Befehl, Berlin anzugreifen. Das ist die größte Anzahl von schweren Bombern, die bis dahin mit dem Angriffsziel Berlin gestartet waren.

Um 19.07 Uhr fielen die ersten Bomben. Nach anderthalb Stunden war der Spuk vorbei. Insgesamt wurden 2,35 Tonnen der todbringenden Last abgeworfen, eine Hälfte Sprengbomben, die andere Hälfte Brandbomben. 243 Berliner bezahlten diesen Angriff mit dem Leben, ungefähr 10 000 verloren ihr Obdach. Fünf Industrieanlagen wurden zerstört und 41 beschädigt. Bahnhöfe wurden getroffen und ein großes Kraftwerk, dadurch waren große Teile Berlins tagelang ohne Strom, auch fiel die Eisenbahnverbindung nach Hamburg aus. An vielen Orten entstanden große Brände.

Auf deutscher Seite gab es weitere Verluste unter den Nachtjägern und durch Fehlwürfe im weiten Umland von Berlin, von Neubrandenburg bis weit nach Süden. 13 Brandenburger wurden dabei getötet. Die Royal Air Force verlor in dieser Nacht 35 Bomber, 4,6 Prozent der in dieser Nacht gestarteten Bomber. Bei so einer Verlustrate hatten die Besatzungsmitglieder theoretisch keine Überlebenschance bei 30 Einsätzen, die sie fliegen mussten.

174 Besatzungsmitglieder fanden an diesem Tag den Tod, etliche wurden verwundet, für 71 Besatzungsmitglieder endete der Krieg in Kriegsgefangenschaft.

Besonders schwer traf es in dieser Nacht das 102. Squadron. Von den 16 Halifax, die an diesem Angriff beteiligt waren, wurden fünf abgeschossen, zwei weitere Maschinen machten auf dem Rückflug zur Insel eine Bruchlandung.

Eine Halifax der 102. Squadron erhielt bereits vor dem Angriffsziel schwere Treffer. Bei WENSICKENDORF geht sie brennend zu Boden. Nur der Pilot Flight Sergeant E. Render überlebt den Absturz. Im Kriegsgefangenenlager Heydekrug wird er bis Kriegsende interniert.

Die übrigen Besatzungsmitglieder werden noch immer vermisst. Nach britischen Unterlagen wurden die getöteten Besatzungsmitglieder örtlich bestattet. Jedoch konnte das alliierte Suchkommando die Gräber nach dem Krieg nicht finden. So gelten die sechs gefallenen Männer der Crew von F/S Render immer noch als vermisst. An sie wird heute auf dem Runnymede Memorial erinnert.

Zeitzeugen in WENSICKENDORF erinnern sich an diesen Absturz – übrigens der zweite bei WENSICKENDORF. Jedoch waren die Angaben über den Absturzort nur vage und Kenntnisse über eine eventuelle Bestattung der Toten konnten bis jetzt nicht gemacht werden.


Bei der Besichtigung der Zielmappe über die BRAMO-Werke in Basdorf im Londoner Public Record Office (Staatsarchiv) fiel Mitgliedern der Oranienburger AG Fliegerschicksale eine großmaßstäbliche Luftbildaufnahme des Areals um Basdorf in die Hände, auf der auch WENSICKENDORF zu erkennen war. Die Aufnahme stammte vom 19. April 1944, also zwei Monate nach dem Absturz der Halifax mit Renders vermisster Besatzung. Die AG suchte auf dem Foto die von den Zeitzeugen beschriebene Richtung ab und fanden tatsächlich einen verdächtig erscheinenden Fleck in der waldreichen Region. Sofort nach der Rückkehr aus London wurde die Stelle auf eine aktuelle topografische Karte übertragen und lokalisiert. Die AG brauchte aber dort nicht lange zu suchen, denn schon mehrere Fetzen Aluminium, zersplittertes Plexiglas und ein großes Trümmerteil auf dem Waldboden verrieten, dass die Absturzstelle gefunden war. Aber war es die der Halifax JN951, die hier aufschlug? Das Flugzeug, das dort abgestürzt war, so konnte man an den noch zu erkennenden Farbresten auf den Trümmerteilen sehen, war ein englischer Bomber.


An der Absturzstelle wurden auch die so markanten sechseckigen Eisenköpfe der englischen Vier-Pfund Stabbrandbombe gesichtet. Das deutet darauf hin, dass dieser Bomber im Anflug auf Berlin abgeschossen und somit der Angriff aus nördlicher Richtung geflogen wurde. Dies trifft auch für den Angriff vom 20./21. Januar 1944 zu. Einige der am Boden liegenden Teile wurden geborgen und gesäubert, um nach den typischen Baugruppen-Stempel zu suchen, die die Identität des Flugzeugtyps verraten konnten. Jedoch verriet ein kleines rechteckiges Schild mehr als die Hobby-Historiker erhofft hatten. Es war eines der Baugruppenschilder, wie die AG sie schon bei anderen britischen Maschinen gefunden hatten. Aber auf diesem Schild ist eindeutig die Inschrift „TYPE HALIFAX II“ zu lesen. Weiterhin war die Inschrift „SERIAL No L.A.P. /82515“ zu lesen. „LAP“ steht für die London Aircraft Production Group. Die weiteren Recherchen bestätigten, dass das Flugzeug zu einer Serie gehörte, die zwischen September und November 1943 in eben jener Flugzeugfabrik hergestellt wurden. Damit scheint die Identität des hier abgestürzten Flugzeuges klar zu sein. Es kann nur die Maschine von Render sein. Hinweise auf Feldgräber waren nicht zu finden. Immer noch kein Hinweis auf die vermissten Besatzungsmitglieder.

Ende 2009 wurde der AG dann ein Dokument vom Internationalen Roten Kreuz aus Genf zugespielt. Ein Historiker aus der Region Tangermünde hatte sich Kopien von einem Dokument zu einem Ereignis aus seiner Region schicken lassen. Auf diesem Dokument befand sich seltsamer Weise auch eine Eintragung zu einem Abschuss einer Halifax vom 20. Januar 1944. Zwei Namen sind auch erwähnt: Richardson und Frankish. Genau diese beiden Namen passen auch zu der Besatzung von Render. Neben dem 23-jährigen E. A. Richardson und den 19-jährigen R. Frankish gehörten noch der ebenfalls 19-jährige J. E. Lyons, der 22-jährige F. Mowbray, der 20-jährige G. H. F. Gover und der 21-jährige F. A. Dobson zur Besatzung von Render. In dem Dokument sind vier weitere Flieger als unbekannt aufgeführt, dabei kann es sich nur um die Letztgenannten handeln. Das Sensationelle an diesem Dokument steht dort unter Bemerkungen: „beerdigt: Friedhof WENSICKENDORF“. Jetzt steht eindeutig fest: Die sechs vermissten Besatzungsmitglieder wurden in irgendeiner Ecke des örtlichen Friedhofs beigesetzt, aber wo genau? In Frage kommt auch der Friedhof an der Kirche in WENSICKENDORF.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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23.01.2010

Grünes Licht gegeben Ortsbeirat Ja zum Haushalt und zur Feuerwehrentschädigung

Zufrieden zeigten sich die Mitglieder des Ortsbeirates über die diesjährige Haushaltsplanung der Stadt und die Investitionen im Ortsteil WENSICKENDORF für die nächsten Jahre. Auch wenn sich die Zuwendungen für 2010 mit 10 000 Euro für Außenspielgeräte der Kita, 1000 Euro für die Ausstattung der Trauerhalle und 600 Euro für die Feuerwehr eher bescheiden ausnehmen würden. Aber, so Ortsvorsteher Eberhard Schmidt, man müsse diese Investitionen auch im Zusammenhang mit dem Verwaltungshaushalt sehen. Und hier würden zum Beispiel 256 400 Euro für die Kita hinsichtlich Personal, Energie und Bewirtschaftung zu Buche stehen. Ähnlich sei es mit der Feuerwehr (19 600 Euro) und dem Dorfgemeinschaftshaus (14 800 Euro). Auch für den Winterdienst, die Pflege von Grünflächen würden Ausgaben anfallen. Zu bedenken gab Schmidt, dass die Sanierung der Kita im Jahr 2008 eine Summe von 600 000 Euro beansprucht habe. Außerdem würde der Ortsteil auch von der Grundschulsanierung in Schmachtenhagen profitieren.

Hatten die Mitglieder des WENSICKENDORFER Ortsbeirates im November vorigen Jahres die Satzung zur Aufwandsentschädigung für Angehörige der freiwilligen Feuerwehr noch einmal zurückgeschickt, so zeigten sie sich diesmal mit der Überarbeitung sehr zufrieden. Die damals von Heinz Ließke (Freie Wähler), Ortsbeiratsmitglied und Vorsitzender des Fördervereins der Wehr, eingebrachten Vorschläge zur pauschalen monatlichen Entschädigung und für die jeweilige aktive Beteiligung an Einsätzen wurden bei der neuerlichen Überarbeitung zusätzlich mit aufgenommen. Und zwar, und das freute Heinz Ließke besonders, höher, als er ursprünglich vorgeschlagen hatte. Der Kritik aus anderen Ortsteilen am höheren Aufwand bei der Abrechnung mit drei Euro pro Einsatz und fünf Euro pro Einsatz mit dem Atemschutzgerät konnte Ließke nicht folgen. Die Löschzugführer müssten die Einsätze sowieso nachweisen.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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19.01.2010

Obszöne Post vom Nachbarn Urteil 60-jähriger Mann erhält Geldstrafe

Wegen der Verbreitung von pornografischen Schriften verurteilte das Oranienburger Amtsgericht gestern einen Mann aus WENSICKENDORF zu einer Geldstrafe von 7700 Euro. Das Gericht befand ihn aufgrund der Indizien für schuldig. Der Angeklagte bestritt dagegen die Vorwürfe.

Obszöne Post bekamen einige reifere Damen aus WENSICKENDORF im Dezember 2005 und Januar 2006. Erst dachten sie an einen Dummejungenstreich, später fiel dann der Verdacht auf einen Nachbarn. Beim örtlichen Friseur erfuhren Eveline Z., Christel D. und Ingrid K., dass jede von ihnen Bilder von männlichen Genitalien erhalten hatte.

Eveline Z. beobachtete daraufhin gezielt den verdächtigten Nachbarn und sah, wie Ingo W. am frühen Morgen des 6. Januars 2006 etwas in ihre Zeitungsrolle legte. Danach sei er, sagte die 74-Jährige weiter aus, zu dem gegenüberliegenden Friseurladen gewechselt und habe dort ebenfalls etwas abgelegt. Eveline Z. fand wieder das Foto eines erigierten Gliedes. Die Frisösin bestätigte ebenfalls solch ein Bild. Nachdem die vier verwitweten Frauen sich beraten hatten, erstattete Eveline Z. Anzeige gegen den 60-Jährigen.

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens gab es eine Hausdurchsuchung, bei der die Beamten einen PC und einen Drucker beschlagnahmten. Die Spezialisten der Kripo fanden darauf entsprechende Dateien mit männlichen Genitalien. Diese waren zumindestens denen von den Frauen an die Polizei übergebenen Bildern ähnlich, führte der Staatsanwalt aus. Es gab auch eine Anzeige gegen den Angeklagten von der WENSICKENDORFER Kita. All diese Indizien zusammen geben keinen Zweifel an seiner Schuld, war sich das Gericht einig. 

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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16.01.2010

Alle acht Ortsbeiräte tagen Ortsteile Haushalt 2010 und Entschädigung für Feuerwehrleute im Mittelpunkt

Alle acht Oranienburger Ortsbeiräte tagen in der kommenden Woche. Sie befassen sich mit dem Haushaltsplan 2010 und mit der Entschädigungssatzung für die Feuerwehrleute. Die Sitzungen beginnen jeweils um 19 Uhr.

In Friedrichsthal findet die Sitzung am Montag, 18. Januar, im Feuerwehrdepot, Keithstraße 1, statt. Die Schmachtenhagener tagen im Essenraum der Schule in der Dorfstraße 33. Sie befassen sich auch mit dem geplanten Verbrauchermarkt und mit der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Heidekrautbahn . Diese steht auch auf dem Programm des Zehlendorfer Ortsbeirats, der zeitgleich im Bürgerhaus, Alte Dorfstraße 52, tagt.

Der Ortsbeirat Sachsenhausen kommt am Dienstag, 19. Januar, im Feuerwehrgebäude, Granseer Straße 27, zu seiner Sitzung zusammen.

Die Lehnitzer Ortsbeiratsmitglieder beraten am Mittwoch, 20. Januar, ab 19 Uhr in der Aula der Grundschule, Dianastraße 13. Die Sitzung in Malz findet zeitgleich im Dorfclub, Malzer Dorfstraße 15, statt.

Das Gremium in Germendorf tagt am Donnerstag, 21. Januar, ab 19 Uhr in der Aula der Grundschule, Am alten Bahnhof 8. Die WENSICKENDORFER Beiratsmitglieder treffen sich ebenfalls am Donnerstag im Büro des Ortsvorstehers, Hauptstraße 56. Der Ortsvorsteher informiert über den Winterdienst in WENSICKENDORF und Neustrukturierungen in der Stadtverwaltung. Die Beiratsmitglieder befassen sich auch mit der Arbeitsgemeinschaft Heidekrautbahn.

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12.01.2010

Schmachtenhagen geht ans Netz Abwassererschliessung Kanalisation in der Siedlung West mit 450 Anschlüssen / Inbetriebnahme Mitte 2010

Der Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA) investiert in diesem Jahr weiter kräftig in Schmachtenhagen. WENSICKENDORF und Zühlsdorf sollen in den nächsten Jahren folgen.

Von Heiko Hohenhaus

Mitte des Jahres werde die Abwasserkanalisation in Schmachtenhagen-West in Betrieb gehen, erklärt Bernhard George, Verbandsvorsteher des Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverbandes (NWA). Rund zwei Millionen Euro investiert der NWA für die Kanalerschließung des Ortsteils, hinzu kommen etwa 500 000 Euro für die Überleitung nach Zehlendorf. Zusätzlich seien auf Drängen von Einwohnern die Bergstraße und der Lerchenweg mit ins Programm aufgenommen worden. „Wir freuen uns immer, wenn Bürger ans Netz wollen“, sagte George.

Der Verbandsvorsteher hofft, dass der strenge Winter nicht noch lange anhält, damit die derzeit eingefrorenen Bauarbeiten wieder aufgenommen werden können. Im vorigen Jahr hatten sich die beauftragten Unternehmen in Schmachtenhagen-West aber bereits einen gewissen Vorlauf erarbeitet.

Gerade in der Planung sei die Erschließung der Ortsmitte von Schmachtenhagen. Dieses Vorhaben wird 2011 verwirklicht.
Laut vorläufiger Planung will der NWA 2013 in der Ortsmitte von Zühlsdorf die Kanalisation bauen, 2014 in der Steinpfuhl-Siedlung von Zühlsdorf und 2015 im Bereich nördlich der Basdorfer Straße. WENSICKENDORF wäre demnach 2016 an der Reihe.
Den Ausschlag für die jetzt begonnene Erschließung von Schmachtenhagen-West habe die dortige Einwohnerentwicklung gegeben, erklärte der Verbandschef. 450 Hausanschlüsse werden dort hergestellt.

Im Abwasserbeseitigungskonzept von 2002 war noch vorgesehen, dass der NWA bis 2010 nur im Bereich Wandlitz investiert. Die Vertreter aus Oberhavel in der Verbandsversammlung hatten sich aber dafür starkgemacht, dass auch auf Oberhavelseite die Kanalisation weiter ausgebaut wird. Zehlendorf, wo der Verband seinen Sitz hat, ist bereits erschlossen.

Aufgrund der demographischen Struktur sei es logisch gewesen, dass zunächst der Wandlitzer Bereich erschlossen wurde, sagt George. Außerdem habe es vom Landkreis Barnim eine Förderung gegeben, was in Oberhavel so nicht der Fall gewesen sei.

Insgesamt sei der Rücklauf aus Schmachtenhagen zum Bau der Abwasserkanalisation positiv, so der Vorsteher. Man könne von breiter Zustimmung sprechen. Die Gebühren bei der Kanalentsorgung seien niedriger als bei der mobilen Fäkalienabfuhr. Allerdings haben die Grundstücksbesitzer einen einmaligen Anschlussbeitrag von 2,61 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche zu zahlen.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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07.01.2010

Mohnpielen und Ziegenfrischkäse Tourismus Menzer auf der Grünen Woche

Restaurantbetrieb auf Künstlerhof Roofensee geplant

Mit dem Künstlerhof Roofensee und dem Naturparkhaus in Menz wird der Stechliner Ortsteil auf der Grünen Woche in Berlin außergewöhnlich stark vertreten sein. „Diese Werbung können wir auch gut gebrauchen“, sagte gestern Karin Schlösser vom Naturparkhaus und bekräftigte, dass der gemeinsame Auftritt alles andere als trocken zu werden verspricht.

Noch sind die letzten Details nicht abgesprochen, aber Otter, Schellente und Biber werden als „Maskottchen“ des Naturparkes auf jeden Fall mit nach Berlin reisen. Darüber hinaus wird es seitens des Naturparkhauses Mitmachaktionen und viele Informationen über das Stechlin-Ruppiner Land für die Besucher geben.

Für die Möglichkeit, in Berlin zu werben, ist die Chefin des Ferienhofes Roofensee, Sabine Dietrich, den Organisatoren und Sponsoren sehr dankbar. „Das sind ja nicht unerhebliche Kosten und für uns ist es eine gute Gelegenheit, uns einem breiten Publikum vorzustellen“, so Dietrich. Um die Aufmerksamkeit der Besucher zu erregen, bereiten die Hotelmanagerin und ihr Team einige Spezialitäten vor. Der Chefkoch möchte Mohnpielen mit Sauerkirschen sowie Ziegenfrischkäse aus Bioproduktion mit Mini-Schusterjungen servieren. Sabine Dietrich hofft, dass die Besucher bei diesen Häppchen auf den Geschmack kommen und bald auch Gäste des um 1900 erbauten Vierseithofes werden. Dort kündigen sich Veränderungen an. Mit Beginn der neuen Ausstellungssaison im April soll die Küche des nach der Feng-Shui-Lehre gestalteten Appartement-Hauses erweitert werden. Geplant ist ein richtiger Restaurantbetrieb, wie es ihn in Menz seit Schließung der letzten Gaststätte nicht mehr gibt (MAZ berichtete). Einen Koch hat Sabine Dietrich bereits verpflichtet. „Der wollte eigentlich nach Norwegen gehen. Davon haben wir ihn aber abgehalten.“ Über die Pläne der Nachbarin freut man sich unter anderem im Naturparkhaus. „Ein Restaurant haben wir in Menz ja seit einigen Monaten nicht mehr. Besuchern konnten wir demnach nur Gaststätten im Umkreis empfehlen“, sagt Karin Schlösser. Und so mancher Besucher schaute schon etwas ungläubig, als er hörte, dass es kein Restaurant im Ort gibt.

Sabine Dietrich träumt aber nicht nur von einem normalen Gaststättenbetrieb. Das Projekt soll schon etwas Besonderes werden. „Das Restaurant und unsere Galerie sollen eins werden“, sagt die Kunstliebhaberin und liebäugelt damit, auf der Speisekarte des Hauses die Lieblingsspeisen und Lieblingsweine des jeweils ausstellenden Künstlers zu empfehlen. „So lernen die Gäste die Akteure besser kennen und werden vielleicht eher animiert, sich auch in der Galerie umzuschauen“, so Sabine Dietrich, die neben dem Künstlerhof das Hochzeitshotel in WENSICKENDORF betreibt und jede Woche zwischen beiden Orten pendelt. Auch über eine Winter-Kochschule hat die Chefin bereits nachgedacht. Verarbeitet werden sollen vor allem Produkte der Region.

Zwei Jahre nach Eröffnung des Hauses ist Sabine Dietrich mit der Geschäftsentwicklung zufrieden. Lesungen und Ausstellungen im Künstlerhof seien von den Besuchern gut angenommen worden, mehr und mehr auch von Einheimischen. Ein Erfolg war die Strittmatter-Lesung im Dezember. Daran möchten Sabine Dietrich und ihr Team mit anspruchsvollen Veranstaltungen in diesem Jahr anknüpfen. Den Anfang macht die Grüne Woche.

Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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